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19. März 2019: Schultzes

vom Folkclub Prisma:

21.03.2019 11:02 von Christian (Kommentare: 0)

Mit dem Hillbilly-Klassiker „Blues stay away from me“ begrüßten die „Schultzes“ das PRISMA-Publikum. Und obwohl der Blues eindeutig im Zentrum des Konzerts stand: Das Ehepaar Petra Arnold-Schultz und Jürgen Schultz aus Weinheim sorgte mit Spielfreude und launigen Geschichten dafür, dass es ein alles andere als schwermütiger Abend wurde.

„Unnsere Stick hera sich annersch o'“ (Petra): Dass das Ehepaar aus Weinheim einen kreativen Umgang mit seinem Repertoire pflegt, bewies es unter anderem mit blues- und bluegrassgetränkten Versionen von „Get back“, „Abracadabra“ oder „The Letter“ von den Box Tops.

Jürgen „Mojo“ Schultz ist ein begnadeter Gitarrist, der seine Kunst aber nie zum Selbstzweck macht. Immer wieder wechselte er zwischen Dreadnought-Westerngitarre, Resonator-und einer exotisch anmutenden Slide-Gitarre. Petra Arnold-Schultz legte am Kontrabass das swingende Fundament und übernahm mit entspanntem, fast lakonischem Timbre den Leadgesang.

Bei einem so umfangreichen Repertoire, wie es die Schultzes besitzen, fällt die Liedauswahl natürlich schwer. Gut, dass es Medleys gibt, und so wurden bekannte Hits von Leadbelly und Canned Heat dann eben nur kurz angespielt. Ein weiterer Liebling der Musiker ist J. J. Cale. Mit dem „Riverboat Song“, „Crazy Mama“, „After midnight“ und „The call me the breeze“ landeten gleich vier Evergreens der 2013 verstorbenen Songschreiber-Legende auf der Setlist.

 

Nicht nur das Liebesleid wurde thematisiert: „Red Gumbo“ verneigte sich vor der Küche Louisianas, beim „Mercury Blues“ hörte man förmlich den Motor des besungenen Gefährts aufheulen. Schließlich erhob sich noch der bekannte „Albatross“ von Fleedwood Mac in den Pforzheimer Nachthimmel, bevor der Abend mit einem gemeinsam gesungenen „Good Night Irene“ ausklang.

 

 

 

 

 

CD- Besprechung von T.Waldherr/Musikjournalist

 

Ein Blog über Bob Dylan und Americana/ von Thomas Waldherr/Musikjournalist

 

« Voices of Mississippi

 

Die Blues-Meister

 

Die Schultzes aus Weinheim sind wie ganz selbstverständlich Blues-Virtuosen

 

Wenn man Mojo Schultz und Petra Arnold-Schultz bei einem der vielen Konzerte, die die beiden in den verschiedensten Band-Konstellationen geben, erlebt, fällt sofort eines auf: Die unheimliche Leichtigkeit mit der sie den Blues spielen. Da ist keine große Anstrengung und da ist auch keine falsche Ehrfurcht, sondern stattdessen viel Humor. Die beiden spielen den Blues, weil er ganz selbstverständlich zum Leben gehört. Mojo ist ein Virtuose auf der Bluesgitarre, ob akustisch oder elektrisch oder slide. Mojo gelingt das alles mit viel Spaß und einer frohen Energie. Rhythmisch unterfüttert und mit stoischem Humor ergänzt wird Mojo dabei von Petra am Stand Up-Bass. Wobei „Lady Bass“ auch singt, so dass die beiden auch gesanglich zu überzeugen wissen.

 

Unter dem ebenso schlichten wie selbstbewussten Titel „Schultzes“ haben sie im vergangenen Jahr als Duo ein Album veröffentlicht, das die Live-Beobachtungen ebenso eindrucksvoll auf CD bestätigt, und zudem einen weiteren wichtigen Aspekt ihrer Kunst unterstreicht: Sie können nicht nur den Blues spielerisch leicht zum Gehör bringen, sie kennen auch seine Geschichte und sein Liedgut in- und auswendig, und wissen letzteres zusammen mit angrenzenden Gebieten wie Country, Bluegrass oder Rock in ihrem Repertoire fein auszutarieren. Und so wird dieses Album ebenso wie ihre Konzerte abwechslungsreich und vielfältig und nie langweilig. Und so wird diese CD auch zu einer Entdeckungsreise.

 

Nach dem gelungen Auftakt mit „Midnight Rider“ von Greg Allman, dem Gitarrenschulen-Klassiker „Get Back“ von den Beatles und „Riverboat Song“, dem bei J.J. Cale-Fan Schultz obligatorischen Titel aus dem Werk des Tulsa Sound-Begründers, nehmen sich die beiden Zeit für ein ausführliches Leadbelly-Medley. Es fällt mit sieben Titeln üppig aus und beinhaltet mit „Midnight Special“ oder „John Hardy“ bekannte Songs, aber gleichzeitig mit „Yellow Gal“ oder „Western Cowboy“ Stücke, von denen sicher fast nur eingefleischte Kenner des legendären „American Songster“ wissen. Die große Überraschung des Medleys ist aber „House Of The Rising Sun“. Der Song, den sowohl Bob Dylan als auch Eric Burdon in den 1960er Jahren bekannt machten, spielen die beiden so frisch und so anders als wäre er nie – ähnlich wie Blowin In The Wind“ -an unzähligen Lagerfeuern totgeschrammelt und gegrölt worden. Es entsteht ein völlig neuer Song!

 

Es folgen dann noch Klassiker wie der „Mercury Blues“, mit „Temptation“ ein Tom Waits-Song und zum Abschluss mit „Claire“ ein Stück aus der Feder von Mitmusikant Bernd Dalmann. Er und Mundharmonika-Spieler Albert Koch haben die Schultzes bei wenigen Stücken unterstützt, so dass es wirklich ein Album „Schultzes Pur“ geworden ist. Und genau deshalb ist es so ein schönes Album, das man immer wieder gerne hören mag und einen durch den Tag tragen kann. Chapeau und Gruß nach Weinheim!

 

Zu beziehen ist das Album „Schultzes“ bei Auftritten der beiden und über die Website http://www.schultzes-weinheim.de .

 

Und Hörproben gibt es hier:
https://www.schultzes-weinheim.de/musik/

 


 

toller Gig, aber leider auch der erste tolle Tag zum Draußensitzen:

 

Duo Schultz spielt im Gasometer in Pforzheim für den Folkclub Prisma ihre Blues-Klassiker

 

PFORZHEIM. Jürgen „Mojo“ Schultz und Petra Arnold-Schultz bescherten dem Folkclub Prisma ein volles Haus: Beim Gastspiel im Gasometer Pforzheim zelebrierte das Paar aus Weinheim handgemachte Blues-Klassiker von Robert Johnson bis Taj Mahal, eine Prise Zydeco aus Louisiana, etwas Pop und einen Schuss fetzigen Rockabilly im Stil der US-Band Straycats.

 


 

Der Auftritt machte rasch deutlich, weshalb Kenner der Bluesszene Jürgen Schultz zu einem der versiertesten Bluesgitarristen Deutschlands zählen. Auf der Prisma-Bühne verknüpfte er sein technisches Können mit Spielfreude und einem Feeling, das ansonsten nur bei Konzerten arrivierter Bluesgrößen aus den Südstaaten aufblitzt. Petra Arnold-Schultz verlieh dem Auftritt mit ihrem Kontrabass das solide rhythmische Rückgrat.

 

Neben einer Vielzahl von Bluestitels J.J. Cales wie „After Midnight“, „Carry On“ oder „Call Me Breeze“ trug das sympathische Duo auch Kompositionen der US-Formation „Little Feet“ und Titel von Eric Clapton („Stones In My Passway“) gekonnt vor. Jürgen „Mojo“ Schultz setzte dabei vier unterschiedliche E-Gitarren ein. Eine Epiphone Broadway (Baujahr 1995), eine von Hermann Weissenborn aus Koa-Holz gebaute Hawaii-Gitarre (1967), eine Gibson Western-Gitarre (1965) und eine Single Cone Resonator-Gitarre (1995). Aus dieser Instrumentenvielfalt resultierte die beeindruckende Repertoirebreite der Schultzes.

 

Zugabe unplugged

 

Von Szenen-Applaus begleitet wurde beispielsweise die von Petra als „in Moll statt in Dur“ angekündigte Version des Beatles-Klassikers „Get Back“ und der an der Hawaii-Gitarre zelebrierte Instrumental-Hit „Albatross“ von Fleetwood Mac, aus der Feder von Peter Green. Ähnliche Freude löste beim Publikum auch das Wiederhören mit dem Song „Stuck In The Middle With You“ aus, das im Original von Stealers Wheel stammt. Die von den sachkundigen Zuhörern heftig geforderte Zugabe spielten die Schultzes unplugged im Publikum und beendeten so einen rundum gelungenen Auftritt.

 

Autor: Robin Daniel Frommer

 

 

 

Pressebericht vom 7.1.2017
Pressebericht vom 7.1.2017